Niederbayerische Sensoren stechen in See

24.10.2017

Micro-Epsilon Geschäftsführer Alexander Wisspeintner überreicht die innovative Sensorik für das Maristengymnasium Fürstenzell stellvertretend an den 15-jährigen Christoph Müßig.
Micro-Epsilon Geschäftsführer Alexander Wisspeintner überreicht die innovative Sensorik für das Maristengymnasium Fürstenzell stellvertretend an den 15-jährigen Christoph Müßig.

Der Sensorhersteller Micro-Epsilon mit Hauptsitz in Ortenburg hat kürzlich Sensoren an das Maristengymnasium Fürstenzell gespendet. Eingesetzt werden sie bei einem einzigartigen Schulprojekt, an dem auch der Zehntklässler Christoph Müßig aus Passau teilnehmen wird. Christoph tauscht ab sofort für ein halbes Jahr sein gewohntes Klassenzimmer an Land gegen jede Menge Abenteuer und bewegtes Lernen auf der Thor Heyerdahl. Das Segelschiff ist nach dem gleichnamigen norwegischen Forscher benannt, der mit seinem Floß „Kontiki“ 1947 über den Pazifik segelte. „Klassenzimmer unter Segeln“ (kurz: KUS) nennt sich das Projekt, bei dem neben Christoph noch 33 weitere Schüler, sechs Lehrer und acht Mann Besatzung unter der nautischen Leitung von Kapitän Detlef Soitzek und der pädagogischen Leitung von Dr. Ruth Merk an Bord des Segelschiffes gehen.

Vor zwei Jahren absolvierte Christoph Müßig ein Praktikum bei Micro-Epsilon. So kam die Idee auf, innovative Sensorik des Sensorspezialisten mit an Bord zu nehmen, denn die Schüler werden zahlreiche Projekte bei ihrem Segelabenteuer durchführen, sie werden forschen, sich jede Menge Wissen aneignen und neue Erfahrungen sammeln. Im Anschluss an die Reise bleiben die Sensoren in der Erfinderwerkstatt des Maristengymnasiums und stehen den Schülerinnen und Schülern zu Lernzwecken zur Verfügung. Davor liegen aber noch 186 Tage und rund 12.000 Seemeilen zu Wasser. Die Reise startet in Kiel, dem Heimathafen der Thor, und führt über Teneriffa, die Kleinen Antillen und Grenada nach Panama und Kuba. Zurück geht es über die Bahamas, Bermudas und Azoren. Erst im April 2018 legt die Thor wieder am Heimathafen in Kiel an.

Für das deutschlandweite Auswahlverfahren war eine schriftliche Bewerbung nötig, auch das Zeugnis und ein Lehrergutachten mussten eingereicht werden. Danach wurden 56 SchülerInnen ausgewählt, die an einem einwöchigen Probetörn teilnehmen durften. Zwei Wochen später stand die endgültige Auswahl fest. Besonders wichtig: Jeder sollte sich auf den anderen verlassen können und Verantwortung übernehmen, für sich selbst, für die anderen und für das Schiff. Die Schüler lernen, leben und arbeiten auf dem Schiff. Sie kochen selbst, waschen und putzen. Sie bringen die Segel aus und holen sie wieder ein, halten Wache, helfen dem Bootsmann beim Instandhalten der Segel und dem Maschinisten bei der Wartung des Dieselmotors und des Generators.

Für Christoph und seine Familie ist es dann aber doch neu, solange und so viele Kilometer voneinander getrennt zu sein. Dennoch freuen sich alle darauf, dass der Zehntklässler diese einmaligen Erlebnisse erfahren darf, von denen er sicher noch sein ganzes Leben lang erzählen kann und die ihn in jedem Fall für seine persönliche Zukunft stärken. Die Schülerinnen und Schüler an Bord der Thor sind dort in einer Lebens-, Lern- und Arbeitsgemeinschaft, in der sie unter besonderen Bedingungen und Herausforderungen einen Teil ihres Schuljahres bestreiten. Sie betrachten schulische Inhalte aus einer anderen Perspektive, lernen wissenschaftliches Arbeiten in Projekten und erweitern damit ihre Fachkompetenzen, die sie nach ihrer Rückkehr in den schulischen Alltag in Deutschland einbringen können.

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