Kundenspezifische Sensoren sorgen für hohe Qualität in der Behälterglasproduktion

19.01.2017

Der Maschinenbauer Glasproduktions-Service GmbH (GPS) vertraut auf Langwegsensoren von Micro-Epsilon, die in enger Zusammenarbeit für die extremen Bedingungen in der Glasproduktion entwickelt wurden. Das Entwicklungsprojekt war eine große Herausforderung, die durch ein Expertenteam gemeistert wurde.

Behälterglas wird heute überwiegend in so genannten IS-Maschinen (Individual Section Machine) im Press-Blas-Verfahren hergestellt. Hier wird das Külbel durch einen Stempel, den Pegel, gepresst. Die Größe oder das Gewicht des Glastropfens ist die entscheidende Messgröße bei diesem Verfahren, was eine große Herausforderung an die eingesetzte Messtechnik stellt.

Je weiter der Pegel während des Pressens in die Vorform eintaucht, desto weniger Glas befindet sich in ihr. Um die geforderte Genauigkeit von ±1% beim Gewicht des Glastropfens zu erreichen, muss die Position des Pegels bei einer Gesamthubhöhe von etwa 150 mm mit einer Wiederholgenauigkeit von 0,1 mm gemessen werden. Da die Maschinen in der Regel das ganze Jahr rund um die Uhr laufen, müssen die Sensoren zwischen 5 und 8,5 Millionen Zyklen pro Jahr bei schwierigsten Umweltbedingungen überstehen. Besonders die starken Erschütterungen, aber auch schwefelhaltige Schmiermittel erforderten eine Neuentwicklung der induktiven Sensoren.

In der IS-Maschine kommt daher eine Sonderanfertigung des Langwegsensors induSENSOR EDS zum Einsatz, der aus einem Sensorstab mit integrierter Elektronik besteht, über den ein Target-Rohr verschoben wird. Das Messprinzip basiert auf dem Wirbelstromeffekt. Der Sensor bestimmt dabei die genaue Position des Rohrs. Für die Anwendung bei GPS wird kein separates Rohr benötigt. Stattdessen taucht der Sensor direkt in den Pegel, der innen hohl ist, ein und misst die Pegelposition.

„Die gute Zusammenarbeit mit Micro-Epsilon bei der Entwicklung des Sensors hat sich auf jeden Fall bewährt“, so Jürgen Berger Leiter der Elektronikabteilung bei GPS. Die Kunden von GPS profitieren dadurch von der neuen Prozesskontrolle, die eine gleichbleibend hohe Qualität der Endprodukte ermöglicht.

Micro-Epsilon versteht seine Kunden als Partner, mit welchen gemeinsam eine kundenspezifische Lösung erarbeitet wird, wenn das leistungsfähige Katalogportfolio für die erforderlichen Messaufgaben nicht ausreichen sollte.

Das Spektrum angefragter Änderungen reicht von Anpassungen des Formfaktors für begrenzten Bauraum, über angepasste Messbereiche oder die Adaption der Sensorperformance in Bezug auf die Kundenapplikation. Es sind beispielsweise Modifizierungen an Kabeln, Sensormaterial- und Bauform sowie am Interface (Bandbreite, Ausgangssignal, Filter, etc.) realisierbar. Das breite und modular aufgebaute Produktportfolio macht schnelle und wirtschaftliche Anpassungen schon bei kleineren und mittleren Stückzahlen möglich.

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