Vertragsunterzeichnung über tausende Sensoren für weltgrößtes Spiegelteleskop

22.02.2017

Micro-Epsilon fertigt für die Europäische Südsternwarte ESO (European Southern Observatory) rund 5000 induktive Wegmesssysteme für das größte optische und nahinfrarote Teleskop der Welt. Die Sensoren für dieses revolutionäre European Extremely Large Telescope (kurz: E-ELT) spielen eine zentrale Rolle im Forschungsprojekt. Der Bau des Teleskopgiganten soll im Jahr 2024 abgeschlossen sein.

Alleine der Hauptspiegel des Teleskops, das auf dem Cerro Armazones in Chile entsteht, wird einen Durchmesser von 39 Metern aufweisen und aus 798 einzelnen Segmenten bestehen. Diese wabenförmigen Segmente müssen exakt zueinander ausgerichtet sein, um ein perfektes Abbildungssystem zu ergeben. Die exakte Positionierung der Segmente im Nanometerbereich ermöglichen die eingesetzten Sensoren des FAMES-Konsortiums, welches sich aus den beiden Unternehmen Fogale im südfranzösischen Nîmes und Micro-Epsilon zusammensetzt. Gefertigt werden die Sensoren federführend von Micro-Epsilon. Es sind die genauesten, die je in einem Teleskop verwendet wurden. Ihre Langzeit- und Temperaturstabilität und ihre Resistenz gegen äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit prädestinieren sie für Anwendungen im Außeneinsatz.

Micro-Epsilon Geschäftsführer Martin Sellen zeigt sich äußerst zufrieden über die Zusammenarbeit mit ESO: „Nach jahrelanger Entwicklung liefern wir die hochpräzisen Sensoren für dieses Projekt, die als wesentlicher Bestandteil des weltgrößten Spiegelteleskops gelten. Der Bau des Teleskopgiganten geht in seiner Gesamtheit an die Grenze der technischen Machbarkeit. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung können wir vor allem unser Know-how in den Bereich der internationalen Spitzenforschung einbringen“.

Bilder: ESO/E.Zamani, ESO/L. Calçada

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