Überwachung der Werkzeugatmung beim Alu-Druckguss

22.01.2019

Bei der Herstellung von Alu-Druckgussteilen wird flüssiges Aluminium mit hohem Druck in eine Form gepresst. Bei diesem Schritt müssen die beiden Werkzeugformen mit enormer Kraft zusammengehalten werden. Trotz der starken Anpresskraft werden die Werkzeughälften minimal auseinandergedrückt. Dieser Vorgang wird als Werkzeugatmung bezeichnet. Minimale Öffnungen sind zwar gewollt, ein zu großer Spalt verursacht allerdings Ausfransungen am Bauteil. Dieser sogenannte Flitter erfordert Nacharbeit, um die hohen Qualitätsanforderungen an das Endprodukt zu erfüllen. Bleiben darüber hinaus Aluminiumrückstände am Werkzeug zurück, führen sie zu erhöhtem Verschleiß und damit zu einer Verringerung der Standzeit.

Die Überwachung der Werkzeugatmung mit induktiven Wegsensoren auf Wirbelstrombasis ermöglicht eine hohe Produktqualität bei gleichzeitig längerer Nutzungsdauer der Werkzeuge und minimiertem Zeitaufwand für Nacharbeiten. Üblicherweise werden drei bis vier Wirbelstromsensoren der Reihe eddyNCDT 3005 eingesetzt, um die gleichmäßige Spaltüberwachung an mehreren Messstellen zu ermöglichen.

Ein System besteht aus einem kompakten und robusten Controller, der zusammen mit Kabel und Wirbelstrom-Sensor eine Einheit bildet. Der integrierte Systemaufbau steigert die Robustheit und die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflussfaktoren. Dadurch ist das System unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen, Staub, Schmutz oder Druck und liefert umgebungsunabhängig präzise Ergebnisse. Dank der kompakten Bauform des eddyNCDT 3005 ist eine nachträgliche Maschinenintegration jederzeit umsetzbar.

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